Jewrovision

Dr. Franziska Giffey

Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Giffey
Dr. Franziska Giffey

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jewrovision,
liebe Gäste,

schwer zu sagen, was stärker prägt: die persönliche Begegnung mit anderen Menschen oder die Kultur, die uns umgibt und gerade durch Medien auf uns einwirkt. Beides macht uns zu denen, die wir sind, und dabei ist der Begriff der Prägung noch viel zu passiv: Wir werden erwachsene, eigenverantwortliche und gemeinschaftsfähige Persönlichkeiten, indem wir aktiv auf Menschen zugehen und aktiv an Kultur teilhaben, das heißt: reden, tanzen, singen, Musik machen, malen, zeichnen, gestalten.

Die Jewrovision als größter jüdischer Gesangs- und Tanzwettbewerb in Deutschland und Europa bietet eine herausragende Gelegenheit der Begegnung und des kulturellen Dialogs. Untrennbar verbunden mit der Jewrovision sind die Pflege und der Erhalt jüdischer Traditionen.  Junge Menschen werden motiviert, sich zu engagieren und sich mit ihrer Religion, Geschichte, Kultur und Identität zu beschäftigen. Dadurch werden jüdisches Leben und jüdische Kultur in Deutschland sichtbar und erlebbar.

Gleichzeitig ermöglicht es die Jewrovision den teilnehmenden Jugendlichen, sich selbst in Tanz und Gesang einzubringen. Gerade der Tanz ist ein ideales Mittel zur Kommunikation und kulturellen Verständigung unabhängig von Alltag und Herkunft und sogar dort, wo keine gemeinsame Sprache verbindet. Tanz und Gesang führen Menschen zusammen und lassen sie Gemeinschaft erleben. „Chai“, das Motto der Jewrovision 2019, steht im Hebräischen für „Leben“. Es sind die jungen Menschen, die mit ihrer positiven Grundhaltung und ihrer Freude am Leben in friedlicher Gemeinschaft die Jewrovision tragen. Kultur und Begegnung sind nicht nur unverzichtbar, um erwachsen zu werden. Sie sind unverzichtbar für Lebensfreude, Lebendigkeit - für das menschliche Leben selbst. Ich wünsche alle Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Freude, ein gutes Gelingen und eine erfolgreiche Jewrovision 2019!

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Dr. Franziska Giffey
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend